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05.09.2011, 08:47 #1Samyra
Landtagswahlen Mecklenburg-Vorpommern 2011
Mecklenburg-Vorpommern hat gestern gewählt und als klarer Sieger ist SPD-Kandidat Sellering im Amt bestätigt worden. Seine Partei konnte sogar noch fünf Prozentpunkte hinzugewinnen im Vergleich zur vorigen Landtagswahl. Ebenfalls unter den Gewinnern sind die Grünen, die erstmals in den Landtag einziehen werden, sowie die Linke, die sich leicht steigern konnte.
Große Verluste dagegen bei den Regierungsparteien. Die CDU ist zwar noch zweitstärkste Kraft, hat allerdings mehr als fünf Prozentpunkte verloren. Die FDP hat es nicht mal mehr in den Landtag geschafft, sie ist an der Fünf-Prozent-Hürde gescheitert. Dafür ist die NPD trotz Verlusten immer noch vertreten.
Zahlen zur Wahl | tagesschau.de
Zahlen zur Wahl | tagesschau.de
Die Wahlbeteiligung lag nur bei 52%.
Heftige Pleite für die Bundesregierung oder nur ein regionales Phänomen? Was denkt ihr?
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Landtagswahlen Mecklenburg-Vorpommern 2011
Schau dir mal diesen Bereich an. Dort ist für jeden was dabei!
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05.09.2011, 09:13 #2Der Schmied von Kochel
AW: Landtagswahlen Mecklenburg-Vorpommern 2011
Diese Wahl ist unglaublich und kaum nutzbar einen Trend auszumachen. Aus diese Gründen:
- Die Wahlbeteiligung ist ja wohl ein Witz und beschreibend für das Demokratieverständnis des Deutschen. Ehrlich gesagt macht mich das am meisten wütend.
- Das passieren der 5% bei der NPD ist ebenfalls auf die schwache Wahlbeteiligung zurückzuführen und auch rational kaum zu erklaeren.
- MV ist ist nicht repräsentativ. Alle demografischen, wirtschaftlichen und strukturellen Daten dieses Bundeslandes sind einmalig und nicht mir anderen Länder gleichzusetzen.
- Die Linke bei 18%, hallo??? Wir sprechen hier von dem Landesverband, die zum Teil das Gedenken an Maueropfer verweigerten.
Macht mal so weiter, wehe es beschwert sich einer wenn es auf einmal keine Wahlen mehr gibt...
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05.09.2011, 10:40 #3Eisuke261990
AW: Landtagswahlen Mecklenburg-Vorpommern 2011
Du vergisst, dass es der Osten ist und im Osten war die NPD in den letzten Jahren immer stark vertretten - trotzdem muss man feststellen, dass ein Abwärtstrend bei den NPD Wählern erkennbar ist (vllt kommen die restlichen i-wann auch nochmal zur Besinnung).
Jedenfalls merkt man bei den Wahlen auch ohne Mauer immer noch, wo in Deutschland Ost und wo West ist. Im Westen ist, soweit ich mich erinnere, keine NPD in einem Landtag vertreten, während des im Osten keine seltentheit ist, dass man dort die NPD antrifft. Ich versteh nur nicht, wie zwischen Ost und West da unterschiedliche Meinungen in diesem Bereich existieren können.
Das im Osten aber die Linke viel besser abschneidet als im Westen ist nur logisch. Im Osten gibs eben immer noch viele Linke, die ungebildet bleiben und sich nach der guten alten Zeit sehnen daher ist eine Rot-Rote Koaliton dort keine Seltentheit, man denke nur mal an Berlin.
Aber eins muss ich, wie du es schon getan hast, auch kritisieren: knapp über 50% Wahlbeteiligung...
Sind die alle noch im Urlaub, sind die alle totkrank oder wieso ist denen ihre politische Zukunft für die nächsten 4 Jahre so egal.
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05.09.2011, 10:49 #4Der Schmied von Kochel
AW: Landtagswahlen Mecklenburg-Vorpommern 2011
Dann schau mal nach, was in Dortmund Dorstfeld, in Northeim und Stolberg los ist. Letzteres kann ich auch liefern: Stolberg (Rheinland) – Wikipedia Runter scrollen bis zum Rechtsextremismus. Das Problem besteht deutschlandweit, nicht nur punktuell.
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05.09.2011, 10:51 #5Eisuke261990
AW: Landtagswahlen Mecklenburg-Vorpommern 2011
Vermehrt aber im Osten. Außerdem war es auf die Landtagswahlen bezogen und nicht auf die Bezirke.
Du vergleichst hier nun Mecklenburgvorpommern mit einem Kreis bzw. Bezirk.
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05.09.2011, 10:59 #6Der Schmied von Kochel
AW: Landtagswahlen Mecklenburg-Vorpommern 2011
Was hat das damit zu tun? Dieses Problem nur auf den Osten zu beschränken halte ich für Verschließen der Augen vor der Realität. Nur weil das Spießbürgertum nicht die Extreme in die Landtage wählte (sondern lokal stützt), heißt das doch noch lange nicht, dass dort kein Potenzial besteht. Ich jedenfalls halte eine gut organisierte und evtl. sogar militante AN Formation in Dortmund (von angeblicher mehr als hundert aktiven Mitgliedern) für gefährlicher als Frustrierte in Demmin oder Greifswald - sprich Provinz.
Edit: hier, führe die das mal zu Gemuete: AN Dortmund
Das Klischee besagt zwar, Skinheads und Neonazis trieben vor allem im Osten der Republik ihr Unwesen, doch in Wahrheit werden nirgendwo in Deutschland mehr rechte Straftaten gezählt als in dem bevölkerungsreichen Nordrhein-Westfalen. Zwischen 4000 und 5000 Verfahren leiteten die Behörden hier in den vergangenen Jahren jeweils ein. Und Dortmund ist ein Schwerpunkt der Szene.
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05.09.2011, 12:31 #7Eisuke261990
AW: Landtagswahlen Mecklenburg-Vorpommern 2011
@Fleischfresse:
Ich meine nur, dass ich als Beispiel auch eine Nazihochburg, wo die NPD mit 15 % gut da steht (und dann außeracht lassen, dass sonst in dem Bundesland keine weiteren Nazis hochburgen existieren), nehmen kann und sie mit einem ganzen Bundesland (in der die gewählte Region nicht mal vertreten ist) vergleichen kann, bei dem ein Durchschnitt errechnet wird (sprich der eine Bezirk hat 8 %, der andere dann wieder 3 % der nächste wieder 6 % - so dass man am Ende auf die 6 % kommt) und dann damit argumentieren, dass ein deutschlandweites Problem existiert.
Das ist einfach kein richtiger Vergleich sondern nur eine Art zu versuchen, seine Aussagen zu bestätigen, weil einem sonst die Argumente fehlen - Wenn ich eins im Leben gelernt habe, dann, dass man nicht mit Extremen vergleicht sondern nur mit Durchschnitten...
Naja und da ich am liebsten immer mit Fakten beweise, dass ich Recht habe, anstatt durch Wortgewandtheit nur versuche so zu tun, als ob ich im Recht liege, hier mal ein Paar Zahlen, die du gerne versuchen kannst zu widerlegen, aber nur das Widerspiegeln, was ich sage und somit nun mal der Tatsache entsprechen...
Deutschland (Sitze der akt. Landtage und dann wie die NPD bei den Wahlen abgeschnitten hat)
Westen:
Hessen
CDU 46 Sitze
SPD 29 Sitze
FPD 20 Sitze
Die Grünen 17 Sitze
Die Linke 6 Sitze
NPD: 0,9 %
Niedersachsen
CDU 68 Sitze
SPD 48 Sitze
FPD 13 Sitze
Die Grünen 12 Sitze
Die Linke 11 Sitze
NPD: 1,5 %
Hamburg
CDU 28 Sitze
SPD 62 Sitze
FPD 9 Sitze
Die Grünen 14 Sitze
Die Linke 8 Sitze
NPD: 0,9 %
Bremen
SPD 36/30 Sitze
GRÜNE 21/17 Sitze
CDU 20/16 Sitze
LINKE 5/5 Sitze
BIW 1/0 Sitze
NPD: 1,6 % (ähnelt dem von NDS, was kein Wunder ist, beide sind politisch ziemlich auf dem selben Level und haben das Problem, dass in den letzten Jahren versuchen Nazis die Oberhand zu gewinnen, nur haben sie die Rechnung ohne die Araber etc. gemacht, die z.b. Bremens Untergrundszene regieren. Allerdings im Vergleich zum Osten sind das noch Zahlen, die sich die da drüben wünschen würden.)
Baden-Württemberg
CDU 60 Sitze
GRÜNE 36 Sitze
SPD 35 Sitze
FDP/DVP 7 Sitze
NPD: 1,0 %
Bayern
CSU 92 Sitze
SPD 39 Sitze
FW 20 Sitze
Grünen 19 Sitze
FDP 16 Sitze
Fraktionslos 1 Sitz
NPD: 1,2 %
Nordrhein-Westfalen
CDU 67 Sitze
SPD 67 Sitze
Die Grünen 23 Sitze
FDP 13 Sitze
Die Linke 11 Sitze
NPD: 0,9 % (und wenn man dein Aspekt bedenkt, dass du einen Bezirk aus NRW gewählt hast - WOW)
Rheinlandpfalz
SPD 42 Sitze
CDU 41 Sitze
Grüne 18 Sitze
NPD 0,4 %
Saarland
CDU 19
SPD 13
FDP 5
Linke 11
Grünen 3
NPD 1,5 %
Schleswigholstein
CDU 34
SPD 25
FDP 14
Grüne 12
Die Linke 6
SSW 4
NPD: 0,9 %
Osten
Berlin
SPD: 53 Sitze
CDU: 36 Sitze
Bündnis 90/Die Grünen: 24 Sitze
Die Linke: 22 Sitze
FDP: 11 Sitze
fraktionslos: 3 Sitze
NPD 2,6 %
Mecklenburg Vorpommern (noch keine Sitzverteilung bekannt)
SPD 35,7 %
CDU 23,1 %
Linke 18,4 %
Grüne 8,4 %
NPD 6,0 %
Brandenburg
SPD 31 Sitze
Die Linke 26 Sitze
CDU 19 Sitze
FDP 7 Sitze
GRÜNE 5 Sitze
NPD 2,5 % (BB und B sind die einzigen Länder, die die NPD unter Kontrolle haben.)
Sachsen
CDU 58 Sitze
SPD 14 Sitze
Die Grünen 9 Sitze
FDP 14 Sitze
Die Linke 29 Sitze
NPD 8 Sitze
NPD: 5,6 %
Sachsenanhalt
SPD 26 Sitze
CDU 41 Sitze
Grünen 9 Sitze
Linke 29 Sitze
NPD: 4,6 %
Thüringen
CDU 30
Die Linke 26
SPD 19
FDP 7
Grüne 6
NPD: 4,3 %
....
So und während du nun versuchen kannst die eindeutigen Fakten mit weiteren Extremen zu widerlegen, geh ich mir essen machen.
Allerdings muss ich dir zustimmen, dass es vereinzelt in Deutschland Nazi-Hochburgen gibt, aber im Westen wehrt man sich mehr gegen.
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05.09.2011, 12:40 #8Der Schmied von Kochel
AW: Landtagswahlen Mecklenburg-Vorpommern 2011
Das hast du alles schön gemacht, doch keine einzige dieser Zahlen sagt etwas über den Gehalt rechtsextremer Bedrohung aus. Falls du es noch nicht gemerkt hast, geht es hier nicht um NPD Wahlergebnisse (der Thread in seiner Motivation natürlich schon) sondern um diese Aussage von dir:
Du vergisst, dass es der Osten ist und im Osten war die NPD in den letzten Jahren immer stark vertretten - trotzdem muss man feststellen, dass ein Abwärtstrend bei den NPD Wählern erkennbar ist (vllt kommen die restlichen i-wann auch nochmal zur Besinnung).
Jedenfalls merkt man bei den Wahlen auch ohne Mauer immer noch, wo in Deutschland Ost und wo West ist. Im Westen ist, soweit ich mich erinnere, keine NPD in einem Landtag vertreten, während des im Osten keine seltentheit ist, dass man dort die NPD antrifft.
Edit:
anstatt durch Wortgewandtheit nur versuche so zu tun, als ob ich im Recht liege, hier mal ein Paar Zahlen, die du gerne versuchen kannst zu widerlegen, aber nur das Widerspiegeln, was ich sage und somit nun mal der Tatsache entsprechen...{}...Wenn ich eins im Leben gelernt habe, dann, dass man nicht mit Extremen vergleicht sondern nur mit Durchschnitten...
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05.09.2011, 12:51 #9Krankfried
AW: Landtagswahlen Mecklenburg-Vorpommern 2011
18% für die Sozis? Mir scheint den Rentnern, die den Mottos: "Die Jugend von heute...damals war alles besser...." folgen, gehört mal die Altstasi (hat da jemand "Aufmachen, Gestapo!" gesagt?) nach Hause geschickt.
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05.09.2011, 14:26 #10Eisuke261990
AW: Landtagswahlen Mecklenburg-Vorpommern 2011
Das war die ganze Zeit meine Aussage ... und du behauptest nun wir hätten ins ganz Deutschland ein NPD Problem anhand einer Landtagswahl von einem Bundesland, dass seit 2006 und ab und zu schon davor mit den Stimmen für die Rechteszene aus der Reihe des Durchschnittes tanzt.
Als nächstes kann ich dir Anhand von Sachsen-Anhalt zeigen, dass das Problem mehr im Osten liegt, denn bis 2011 konnte eine lange Zeit keine NPD an den Wahlen teilnehmen, weil sie dort keine Landesweite Partei auf die Beine bekam. Dieses Jahr haben sie es seit langem geschaft eine Partei für die Wahl zustande zu bringen und kommen dann direkt auf 4,6 % (wir notieren: ein ehemaliges Ost Bundesland hat der NPD neben den von Mecklenburg-Vorpommern fast einen weiteren Landtagsitz genehmigt) Diese Zahlen entstehen nicht auch einfach dadurch, dass die Leute da ungebildet sind, sondern wie die Nazis dort anwerben und für Einflüsse ausüben.
Passt ja eigentlich super zu deiner Argumentation, aber du hast dich ja i-wie darauf festgebissen, dass es ein deutschlandweites Problem ist, was teilweise nicht der Realität entspricht.
Ich stimme dir ja zu, dass es Nazi-Hochburgen in Deutschland gibt und ja es ist ein Problem, dass die nun vermehrt versuchen sich auszubreiten, wie z.b. in der Nähe von Dortmund, oder auch in Niedersachsen gibt es ein Dorf, dessen Name mir entgangen ist, wo die Nazis versuchen sich zu festigen. D.h. aber nicht, dass es von den dortigen Bürgern toleriert wird. Diese Leute kämpfen meistens vermehrt dagegen, während die jeweiligen betroffenen Orte im Osten Deutschland es einfach so hinnehmen, wenn sich die Nazis bei denen einschleicht. (wobei ich nicht sage, dass alle Ostdeutschen Städte sich das gefallen lassen).
Zweitens: Was meinst du mit deinem "Nazikompass"?
Wenn du damit das meinst, was ich ja erklärt habe, d.h. dass im Osten die Nazis vermehrt auftretten, dann hast du damit recht.
Drittens: Seit wann versucht man bei einer Argumentation nicht zu beweisen, dass man im Recht liegt. Wobei ich da kein Biegen und Brechen sehe, sondern nur versuche deine etwas offensive "Argumentation", die ich etwas Schwach finde, weil du damit "argumentierst", dass es ein verschließen der Augen vor der Realität seie, wenn ich behaupte, dass es im Osten mehr NPD sympatisanten gibt obwohl ich das mit Zahlen belegen kann, während dir nix anderes übrig bleibt, als mich indirekt anzugreifen. ^^
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05.09.2011, 17:52 #11Nicoletta
AW: Landtagswahlen Mecklenburg-Vorpommern 2011
Zunächst mal, so denke ich, bringt das absolut schlechte Abschneiden der FDP die Parteiführung in Berlin arg in Bedrängnis und es wird, meiner Meinung nach ziemlich sicher (wie auch schon in einen anderen Thread geäußert) nach Ende der Landtagswahlen 2011 keinen Westerwelle mehr in Ämtern geben. Er wird, wenn auch zumindest in dieser Situation, das berühmte Bauernopfer werden, denn wofür die FDP unter Rösler steht weiß keiner in der Partei zu beantworten.
Und ähnlich geht es auch der CDU in Berlin. Die Richtung ist nicht klar (AKW, Euro- bzw. Griechenlandrettung...) - dafür haben Sie nun auch aus MV die rote Karte bekommen. Es ist leider nur schade, dass sich mit Sicherheit keine Änderung in der Politik ergeben wird, dazu ist MV zu unbedeutend als einzelnes Land. Merkel wird einmal die Nase rümpfen und wie ihr Schöpfer Kohl die Sache unbeirrt aussitzen und brav weiter so machen.
Die Wahlbeteiligung bezeugt dies ebenfalls. Die sog. Volksparteien verlieren mehr und mehr den Halt in der Bevölkerung - dafür werden uns Bevölkerung viel zu viel angeblich "alternativlosen" Fakten als Lösung vorgegeben. Und wie im Falle Griechenland (ich erinnere noch an die ursprünglichen Forderungen GR aus dem Euroraum zu entlassen - dann lieber doch nicht - und nun doch lieber wieder...) auch gerne mal völlig ohne Hand und Fuß. Dieses "alternativlos" dankt das Volk nun mit sinkenden Wahlbeteiligungen.
Die Frage, die sicher auch wieder nicht interessieren wird, lautet doch wohl: Warum die Politik, egal ob Land oder Bund, aus dieser jedesmal schlimmer zunehmenden Politikverdrossenheit nicht lernen kann oder will.
Die Klatsche der FDP und auch die der CDU war ganz sicher schon vor der Wahl intern als Gegebenheit angesehen. Es ging gestern vermutlich nur noch um das "Wie schlimm wird´s wohl?"
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13.09.2011, 23:19 #12Issomad
AW: Landtagswahlen Mecklenburg-Vorpommern 2011
Ich glaube nicht, dass sich bei der FDP viel ändert. Sie haben einfach kein gutes, kompetentes Führungspersonal, da werden immer nur Posten gewechselt.
Wenn man sieht, was Rösler gerade wieder dummlabert, kommt man schnell auf den Gedanken, dass die FDP überflüssig ist ...
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14.09.2011, 17:45 #13Nicoletta
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16.09.2011, 11:41 #14Samyra
AW: Landtagswahlen Mecklenburg-Vorpommern 2011
Diese ganze Aktion mit Griechenland zeigt doch nur, dass die FDP inzwischen ganz unten angekommen ist. Bei den Landtagswahlen zeichnet sich eine Pleite nach der anderen ab, also sucht man sich jetzt ein populäres Thema, um wieder Stimmen zu bekommen, weil man selbst kein eigenes Profil mehr hat. Selbst gegen den eigenen Koalitionspartner.
Die machen Oppositionspolitik, obwohl sie an der Regierung sind. Schon amüsant... ^^
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16.09.2011, 16:19 #15Gilligan
AW: Landtagswahlen Mecklenburg-Vorpommern 2011
das stimmt, aber wenigstens machen die oppositionspolitik welche halbwegs in die richtige richtung zeigt (zumidnest beim thema griechenland, weiteres steht ja grade hier nicht zur debatte). aber alleine aus diesem grunde würde meine wahlentscheidung nicht geändert werden. denn letztendlich, das zeigt uns doch die erfahrung, ist das eh nur gemachter rauch, welcher nach der wahl wieder verpufft ist. es sei denn man bleibt weiterhin im keller.
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16.09.2011, 17:03 #16dARius
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16.09.2011, 18:05 #17Nicoletta
AW: Landtagswahlen Mecklenburg-Vorpommern 2011
Gib doch mal deinen Tipp ab!
Zunächst werden die Banken die griechische Papiere absichern oder besitzen sich ärgern das Risiko nicht annähernd korrekt beurteilt zu haben. Am Ende werden die Banken nicht ein FATZ an den Verlusten tragen müssen, weil die Politik wider irgendwas von alternativlos und systemrelevent erzählen wird. Man merkt an meiner Audrucksweise schon, wie klar das alles scheinbar jetzt schon ist und welche wirklichen Alternativen bestehen. - meiner Meinung nach.
Um dir direkt zu antworten was es bedeutet: Der deutsche Steuerzahler wird es bezahlen müssen, es werden ein paar Banker gefeuert - aber am System wird sich nichts ändern. Regierung und Banken werden sich denken: Schwein gehabt, kurz schütteln und weiter im Takt!
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17.09.2011, 06:48 #18dARius
AW: Landtagswahlen Mecklenburg-Vorpommern 2011
Tipps abgeben muss ich nicht, da dies die eh die Kanzlerin und andere Ökonomen tun.
Was die Investitionen betrifft, sehe ich das so: Ich investiere nicht in etwas, um dann zu bemerken wie bescheuert es war und dann nachher aus dem Projekt aussteige, wissend dass ich das Geld nicht wiedersehe. Entweder investiere ich gar nicht, oder ich sehe zu, dass aus dem Projekt was wird.
Banken wurden von Politikern auch aufgefordert, nach Griechenland zu investieren. Spekulationen haben in diesen Monaten dazu geführt, dass z.B. die deutsche Bank (und zahlreiche französische Banken) die Hälfte ihres Aktienwertes verloren haben. Nur durch Warren Buffets Aufkaufprogramm von Titel der deutschen Bank lies sich der Negativtrend stoppen. Und wenn du bedenkst, dass Banken die Motoren der Wirtschaft sind - ich weiß, dass in diesen Tagen dieser Spruch so beliebt ist, wie Heizdecken in der Wüste - dann kannst du dir die Implikationen deren Untergangs vorstellen.
Und eine Pleite Griechenlands würde das Augenmerk der Investoren auf nächste potentielle Pleitekandidaten schieben -> Spanien, Italien, Portugal, Irland, Großbritannien, Beligen,...Dass Deutschland da von dem Beben nicht auch einen kräftigen Schlag bekommen würde, glaubst du doch selbst nicht. Dass Rösler das weiß, er aber trotzdem Parteiinteressen vor dem Wohle der Union setzt, überrascht mich nicht. Interesse für eine Partei, die die Schuldenkrise als einzige Ausflucht sieht, um sich am Leben zu halten. Und anscheinend scheint es zu klappen, denn die FDP soll auf Bundesebene wieder die 5%-Marke erreicht haben - und da wollen einige mehr Demokratie? Ich wäre eher dafür, dass man einigen das Wahlrecht entzieht...Aber wieso rege ich mich auf?
Da ich meine Diplomarbeit über Systemrisiko schreibe, kann ich dir schon jetzt die essentielle Bedeutung von Banken zusichern. Dass diese auch das Systemrisiko erhöhen, bezweifle ich jedoch auch nicht. Man darf das Bankensystem nicht eliminieren, aber eine wesentliche Änderung muss erreicht werden.
Auch deine Antwort finde ich leicht naiv, betrachtet man das Ausmaß der Krise. Ändern wird sich einiges - wer weiß, wieviel z.B. China nach der Krise durch den Ankauf europäischer Schulden zu sagen hat. Amüsant fand ich es, dass gestern US-Finanzminister Geithner nach Europa kam, um uns Europäern zu erklären, wie wir die Schuldenkrise beseitigen sollen?!?! Ein Land, das den größten Schuldenberg hat und noch mehr Schulden macht, um diese letztlich zu eliminieren (?!), will uns sagen, was wir zu machen haben. Da kann ich Schäuble nur die Hand schütteln, wie locker er dessen Hilfe abgewiesen hat. Ist ja so, als würde ein Mörder zum Ladendieb sagen, dass es moralisch falsch sei, was er tut...
Die BRIC-Staaten wollen anscheinend auch den USA aus der Patsche helfen - also Entwicklungsländer helfen den Industriestaaten. Die Union steht vor ihrer Existenzfrage, tausende Jobs werden im Bankensystem gekündigt, der Euro ist mit einem Schritt schon im Grabe, die Weltwirtschaft steht vor einen neuen Rezession, etc. und du behauptest, dass sich nichts ändern wird? Schön wärs...
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17.09.2011, 11:00 #19Gilligan
AW: Landtagswahlen Mecklenburg-Vorpommern 2011
nur der weg welcher nun seit, wenn ich nicht irre, über einem jahr verfolgt wird, scheint mir mittlerweile keineswegs mehr der richtige zu sein. das zeigen ja auch die märkte, von beruhigung ist da wohl nicht zu sprechen. griechenland wird doch so wie es jetzt läuft nie wieder auf eigenen füßen stehen können. die wirtschaft kommt nicht in schwung, das wird sie auch vorerst nicht und auch zukünftig wüsste ich nicht wie die wirtschaft in gang kommen soll. griechenland wird dauerhaft keine möglichkeit haben schulden, oder gar nur die laufenden ausgaben, zu zahlen, ohne auf ausländische hilfe angewiesen zu sein, was ja im endeffekt dann ebenfalls ein neuer schuldenaufbau ist. dann gäbe es die möglichkeit von schuldenerlass. aber dann fängt das land wohl wieder von vorne an, sofern nicht grundlegende politisch interne änderungen durchgesetzt werden könne, bzw. wenn dort nicht bestimmte dinge in den griff zu bekommen sind.
mir ist klar, dass deutschland von der ganzen situation profitiert, bezüglich günstiger kredite beispielsweise. aber das kann ja nicht die lösung sein, bzw. kann das nicht der grund sein, weiterhin milliarden gelder und bürgschaften zu stellen.
ja leider, ich glaube, dass es besser wäre, wenn die wissenschaft politik macht.
das ist ja richtig. nur da von vornherein erneut, wie so oft, nur die halbe wahrheit auf dem tisch lag, ob man die ganze nicht sehen konnte oder nicht sehen wollte sei mal dahin gestellt, muss man doch jetzt mal irgendwann, endlich sollte man sagen, einen cut machen, da man sieht, wie oben beschrieben, dass es so nicht besser wird, es nämlich eher immer teurer wird.
wenn du ein aktienpaket gekauft hast und die ampeln stehen plötzlich auf kursabrutsch und du hast bereits 10% verloren, es wird mit weiteren verlusten gerechnet, dann verkaufst du das paket doch auch, auch wenn du dadurch einen verlust erzielst. aber mit dem verkauf verhinderst du doch größere verluste.
ja wie gesagt, dass es weitreichende folgen auch für deutschland hätte, da sind wir uns einig. aber ich kann mir eben nicht vorstellen, dass griechenland das irgendwann alleine noch mal packt. und das gleiche gilt dann für portugal, italien und co. denn ich finde es ist schon beinahe überfällig, dass dort auch eine verschärfung der lage eintritt.
die wirtschaft wird sich auch hier bei weiterem verlauf bezüglich rettungsschirm, zumindest nach prognosen, verschlechtern. es ist doch so, dass man eigentlich, bezüglich der schulden, von einem globalen problem sprechen muss.
die rettung durch china mit zugehörigen bedingungen sehe ich auch skeptisch. es wird dann die übliche form des kapitalismus zu sehen sein. wirtschaftliche interessen stehen eben über sozialen. so wird china noch mehr wirtschafltiche macht haben und keiner traut sich mehr der diktatur entgegen zu sprechen.
aber sehr amüsant die us-aktion bei dem treffen der geldminister. da stimme ich dir voll zu.
ich glaube wir sind uns schon darüber bewusst (zumindest im rahmen meiner vorstellungs- bzw. wissenskraft) was eine insolvenz von griechenland bedeuten würde. nur das ist für mich eben der einzig nachvollziehbare shritt, der dann auch auf langfristige sicht eine sicherere zukunft bietet, vor allem eben für die betroffenen pleitestaaten.
von einem weiteren ritt auf dem lahmenden pferd griechenland würde ich zumindest abraten, wenn der ritt eben nur deswegen erfolt, damit man selber nicht zu fuss laufen muss und damit man keine vorteile verliert.
btw: unsere unterhaltungen gehören eigentlich in den thread zu griechenland fällt mir auf.
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17.09.2011, 13:57 #20Nicoletta
AW: Landtagswahlen Mecklenburg-Vorpommern 2011
sei nicht böse, ich gehe nicht auf den ganzen Text ein. Aber obiges Zitat ist ein guter Hinweis an Politiker mal zu überlegen, wie sie mit Geldern umzugehen haben. Ich erinnere nur mal an die vielen Kämmerer die Wettgeschäfte eingegangen sind an denen nun jahre- oder gar jahrzehntelang zurück gezahlt werden muss. DAS ist Lokalpolitik die völlig zurecht abgestraft werden muss und wird.
Nichts anderes passiert auf Bundesebene: Der Rettungsschirm ESM wird in der jetzigen Form von Deutschland unbegrenzt und ohne Vetorecht Geld fordern können. Ähnlich wie es nach vergeigten Projekten - und davon gibt es eine Menge in Meck-Pomm - auf nationaler- und länderebene jeden Tag vor unserer Haustür passiert.
Von daher ist es dein Recht meine Meinung als an Sich naiv zu bezeichnen. Nach dem Bankencrash und dem vergeigen von Milliarden eines einzelnen französischen Bankers vor 4 Jahren muss einfach auffallen, das die kleinen Täter bestraft werden, das System aber unverändert weiter läuft. Und zwar überall. Auf landespolitischer, auf nationaler wie internationaler Ebene wie auch im Bankengeschäft.
Nachdem Kommunen oder Private Geld in Projekte investiert haben, haben sie kaum noch Einfluss auf das Ergebnis des Projektes - sie können maximal ihr Geld evtl. incl. Gewinne zurück verlangen. Aber welche Gemeinde hat schon erfolgreich investiert? ich erinnere da nur an die Zins-Swaps die viele ohnehin klammen Gemeinden Verluste bis zu 27 Millionen eingebracht haben. (Ergebnis einer im Feb 2009 veröffentlichten Umfrage des Bundes der Steuerzahler)
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