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Thema: Der Ukraine-Konflikt 2022
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09.12.2022, 13:23 #1101daywalker2609
Der Ukraine-Konflikt 2022
https://www.t-online.de/nachrichten/...uer-putin.html
In erster Linie dient es natürlich zur Abschreckung, aber es ist auch ein weiteres fatales Zeichen. Die russischen Streitkräfte haben ja eh nicht durch militärische Stärke geglänzt und dann noch mal so einen Magenhaken abbekommen.
Putin wollte mit dem Angriffskrieg gegen die Ukraine militärische Stärke beweisen und im Laufe des Angriffs kam genau das Gegenteil ans Licht.
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09.12.2022, 17:29 #1102Blizzard_Black
Der Ukraine-Konflikt 2022
Das stimmt aber halt nur bedingt. Man muss sich halt auch vor Augen führen, dass "der Westen" die Ukraine auch enorm mit Waffen, Aufklärung und Co unterstützt. Laut CSG hat "der Westen" seine Waffenarsenale auch erheblich geleert:
Er schätze, dass es aufgrund der Unterstützung der Ukraine im Kampf gegen die russische Invasion zehn bis 15 Jahre dauern werde, um die Bestände der westlichen Armeen wieder aufzufüllen.
[...]
Die europäischen Länder hätten ihre Waffenarsenale inzwischen erheblich geleert, um die Ukraine zu unterstützen, die laut Strnad wöchentlich 40.000 Granaten aus mehreren hundert vom Westen gelieferten Haubitzen gegen die russischen Angreifer abfeuert.
[...]
die Czechoslovak Group, sei derzeit für etwa 25 bis 30 Prozent der europäischen Produktion von 155-mm-Artillerie der Nato-Norm verantwortlich, sagte Strnad. Es verfüge über eine jährliche Produktionskapazität von 80.000 bis 100.000 Artilleriegranaten.
Zeitgleich hält Russland den Angriffskrieg deutlich länger durch, als hier im Forum von dem ein oder anderen prognostiziert wurde. Im September, vor 3 Monaten, als die Ukraine im Osten mal kurz und schnell eine erfolgreiche Offensive geführt hat, hieß es ja, 3 Monate noch Sanktionen gegen Russland aufrecht erhalten und dann ist es eh vorbei, Russland muss dann aufgeben. Von wegen... Man rechnet aktuell damit, dass Russland nach dem Winter die nächste Offensive starten wird.
Auch hieß es, Russland hat seinen Trumpf zu früh ausgespielt, das Gas würde über den Winter reichen. Das ist vom Standpunkt heute allein schon fraglich, und zudem hat Putin sehr wohl noch ein Ass im Ärmel, denn Russland hat noch immer einen nicht unbeachtlichen Anteil an den Gaslieferungen in der EU via LNG Tanker. In einer knappen Gassituation in der EU dann die Gasexporte in die EU vollständig zu blockieren, kann Europa noch sehr empfindlich treffen. Der Winter ist ja gerade mal etwas über ne Woche alt, man kann ja schon drauf warten, dass nächste Woche wieder das Rumgeheule losgeht, der Gasverbrauch sei zu hoch, bei den dann einsetzenden Minustemperaturen den ganzen Tag über.
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09.12.2022, 18:25 #1103daywalker2609
Der Ukraine-Konflikt 2022
Natürlich kämpft er nicht ähnlich wie die USA und GB gegen die afghanischen Streitkräfte und dennoch geben seine Streitkräfte halt kein gutes Bild ab.
Wir werden es sehen, Putin hat sich das aber anders vorgestellt davon ist auszugehen. Und ja noch hat vielleicht den Trumpf mit den Gas in der Hand aber da muss man jetzt in Westeuropa auch mal durchhalten. Denn man das vielleicht noch nächsten Winter schafft, dann verliert er auch dieses Instrument.
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09.12.2022, 20:22 #1104Blizzard_Black
Der Ukraine-Konflikt 2022
Ja. Klingt wie der Brief aus 44, der bei uns noch in ner Schublade liegt, mit der Durchhalteparole vom Adi mit der Bitte um Materialspenden, die letzte Kraftanstrengung für den Endsieg. Daran hat 44 auch kaum einer ernsthaft dran geglaubt.
Hat sich denn irgendwas von dem erfüllt, was propagiert wurde? "Der Russe muss im Sommer aufgeben, die Sanktionen hält er nicht durch" - daraus wurde dann im September: "Der Russe muss im Dezember aufgeben, er hat ja jetzt schon keine Munition mehr, schau dir mal die lächerlichen Zustände in seiner Armee an, Stümpertruppe, ..." - der Russe hat im Dezember noch immer nicht aufgegeben. Die Aussagen von Ricarda Lang in jeder Talkshow im Sommer gepaart mit den Aussagen des Wirtschaftsministeriums im Sommer, wir hätten ein Wärmeproblem und kein Stromproblem, sind genauso lächerlich.
Am Freitag (9. Dezember) machte auch noch ein Papier aus baden-württembergischen Umweltministerium Schlagzeilen. Danach warnten die Beamten in Stuttgart, dass wegen möglicher Versorgungsengpässe im Winter regional begrenzte, anderthalbstündige Stromabschaltungen nicht auszuschließen seien.
Und wir haben vor einigen Wochen noch diskutiert darum, die letzten 3 Kernkraftwerke in DE noch zum 31.12. abzuschalten, wo die Grünen vehement ums Verrecken nicht nachgeben wollten, dass die Dinger ausgehen zu dem Datum. Jetzt gibt's ja immerhin den Streckbetrieb - neue Brennelemente wurden ja nicht bestellt, volle Leistung können die Dinger nicht mehr bis zum Schluss, von den 4 Gigawatt Nennleistung sind ja jetzt schon nur noch 3,7 Gigawatt verfügbar - Tendenz jede Woche weiter sinkend. Und da warnt man jetzt schon vor Stromabschaltungen und Lastabwürfen in BaWü, wo Gas noch vorhanden ist - wo aktuell 19GW elektrisch erzeugt werden durch Gas.
Womit willst du eigentlich nächstes Jahr deine Gasspeicher befüllen?
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09.12.2022, 20:48 #1105daywalker2609
Der Ukraine-Konflikt 2022
Hat sich denn irgendwas erfüllt von dem was Russland von sich gegeben hat ? Die wenige Tage andauernd Sonderoperation dauert halt auch schon gute 10 Monate. Und das bei einer Wirtschaft die doch durchaus angeschlagen ist.
Es war natürlich völlig utopisch darauf zu hoffen das der Russe durch die Sanktionen nach wenigen Wochen am Boden liegen wird. Das wird Putin auch nicht können, dann dann wäre er nicht mehr zu halten.
Man darf nicht vergessen wie gering die Leistung der bestehenden AKW insgesamt ist. Dennoch hat man sich entschieden diese eben nicht abzuschalten. Und neue AKW wird es eh nicht geben aufgrund der aktuellen Lage und der langen Inbetriebnahme.
Nun wie würde ich die Gasspeicher füllen ? So wie im letzten Jahr als feststand das Nordstream 2 nicht geöffnet wird und Nordstream 1 gedrosselt wurde, bzw dann zerstört wurde. Trotz des Ausfalls dieser Leitungen wuchs und wuchs der Füllstand der Gasspeicher ja dennoch.
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10.12.2022, 15:56 #1106Blizzard_Black
Der Ukraine-Konflikt 2022
Nur hat Russland halt dieses Jahr sowohl im Winter als auch bis zum Juni voll weitergeliefert und bis Ende August reduziert. Das ist in 2023 aber nach aktuellem Stand anders, wenn es dabei bleibt, liefert Russland dann mit 0 - und lang ist es nicht mehr, dann fängt 2023 schon an, mit 0 Lieferung aus Russland. Deine Variante, die Gasspeicher so zu füllen, wie dieses Jahr, ist also nicht möglich.
Was der Whataboutism bringen soll mit Russland, der unsere Politiker vor deren zum Teil absoluten Fehleinschätzungen schützen soll, ist mir nicht klar. Nur weil es in Russland nicht perfekt läuft, ist das kein Argument und Freifahrtschein, politisch Scheiße in Deutschland zu bauen?
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10.12.2022, 16:15 #1107daywalker2609
Der Ukraine-Konflikt 2022
Und dennoch hat sich die Zahl nach dem Gaslieferstop dennoch erhöht in den Gasspeichern. Natürlich ist mir bewusst das es von 50 Prozent Füllstand auf 100 Prozent Füllstand schneller geht, als von 0 Prozent Füllstand, aber dennoch hat sich die Zahl erhöht.
Es geht hier ja um den Ukraine Krieg in diesem Thread ^^ aber gut, im Endeffekt hat uns das ja die Vergangenheit eingebrockt. Putin war eben nicht der lupenreine Demokrat wie von Schröder beschrieben und das hat man auch schon 2014 kommen gesehen. Dennoch hat die alte Regierung sich an Russland gebunden, was sogar Donald Trump kritisch gesehen hat.
Gehen wir mal davon aus das der Krieg 2023 bei einer Pattsituation enden wird, dann wird man aber dennoch kein russisches Gas bekommen. Russland ist auf die EU nicht angewiesen und diese wird auch einen Teufel tun sich wieder Putin ins Boot zu holen.
Das man sich so sehr an Russland bezüglich Gas gebunden hat, musste sich rächen. Das man wenig zukunftsorientiert gehandelt hat, kam dann halt noch on top.
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10.12.2022, 16:40 #1108Blizzard_Black
Der Ukraine-Konflikt 2022
Welche Zahl? Der Füllstand der Gasspeicher? Das ist doch logisch, dass dieser sich im Sommer erhöht, oder heizt du viel im Juli und August, wo Russland die erste Kürzung betrieben hat? Trotzdem ist die Ausgangslage eine völlig andere, denn Russland hat in den Wintermonaten, Frühling und in großen Teilen des Sommers noch immer Gas geliefert. Deutschland verbraucht im Jahr ca. 90 Milliarden Kubikmeter Gas, die Gasspeicher haben einen Inhalt von 23 Milliarden Kubikmetern. Im Januar 2022 wurden in der ersten Woche bereits 2,37 Milliarden Kubikmeter Gas verbraucht, und selbst in der ersten Märzwoche haben wir in Deutschland noch 2,7 Milliarden Kubikmeter Gas verbraucht. Da hat Russland noch voll geliefert, das ist in 2023 anders. Im Juni lag der wöchentliche Gasverbrauch noch bei ungefähr 0,9 Milliarden Kubikmeter Gas pro Woche. Und selbst da haben wir es mit Gaslieferungen aus Russland bis Ende August gerade mal mit Müh und Not geschafft, die Gasspeicher voll zu bringen dieses Jahr - nächstes Jahr fehlen 6 Monate voller Gasimport aus Russland und 2 Monate reduzierter Gasimport aus Russland - und die fehlen nicht nur bei uns, sondern auch bei unseren Nachbarn, die sich ja mittels bei uns von Russland durchgeleitetem Gas auch die Speicher gefüllt hatten.
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10.12.2022, 17:48 #1109daywalker2609
Der Ukraine-Konflikt 2022
Niemand heizt im Sommer zumindest nicht die Privathaushalte. Die Industrie benötigt dennoch Gas, im Endeffekt hat man aber Zeit um sich etwas zu überlegen. Und nein die Füllstände der Gasspeicher waren nicht mit Ach und Krach vollzubekommen, man hat jedes selbst-gesteckte Ziel immer früher erreicht.
Egal wie man es dreht und wendet, es wird keine Rückkehr zum russischen Gas geben. Das muss man einfach einsehen.
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10.12.2022, 18:19 #1110swagni
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10.12.2022, 18:30 #1111daywalker2609
Der Ukraine-Konflikt 2022
Das ist in der Tat wahr, aber dann hat man ja auch politische Mittel um entsprechend zu reagieren.
Aber ja da hast du durchaus recht, ich meine unser Herr Bundeskanzler kann sich bei einem der größten Wirtschaftsskandale der BRD, damit rausreden das er keine Erinnerung daran hat.
Von daher dürfte die Wahrscheinlichkeit hoch sein das man es wieder nicht auf dem Schirm hat.
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11.12.2022, 14:14 #1112ZhaoYun
Der Ukraine-Konflikt 2022
Man darf aber auch nicht vergessen, wieviel das Gas putin bringt.
Wenn er ganz austeigt dürfte, das wirtschaftlich Schäden zufolge haben
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18.12.2022, 14:59 #1113Dark E
Der Ukraine-Konflikt 2022
Wem das interessiert, der kann das einstündige Interview von Oskar Lafontaine zum Thema Ukraine-Krieg anschauen:
Da erzählt er auch wie es damals in seiner Ministerzeit mit dem Jugoslawien-Krieg war, warum er damals aus der SPD ausgetreten ist und warum er aktuell auch aus den Linken ausgetreten ist.
Er hat auch die These, dass die heutige Generation Kriege nur aus Videospiele kennen und deshalb das auf die leichte Schulter nehmen. Als Beispiel nennt er, dass die Politiker damals im Kalten Krieg noch vorsichtigere Töne gegenüber Russland benutzt hatten.
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18.12.2022, 15:22 #1114swagni
Der Ukraine-Konflikt 2022
Ich glaube nicht, dass Bärböck der typischen First-Person-Shooter Zielgruppe angehört und sie ist mit 42 Jahren eher jung für eine ranghohe Politikerin.
Also, welche Politiker sollen das sein, die Kriege nur aus Videospielen kennen? Hatten die alle keinen Geschichtsunterricht?
Zur Zeit des Kalten Krieges musste man auch noch Angst vor der UDSSR haben, Russland hingegen ist militärisch bis auf ihre nuklearen Sprengköpfe wirklich nicht ernstzunehmen.
Und die hanebüchenen Behauptungen Russlands machen es auch sehr schwer überhaupt noch einen Funken Respekt zu empfinden.
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19.12.2022, 11:16 #1115ZhaoYun
Der Ukraine-Konflikt 2022
Der alte Krieg war bei uns kein Teil der Geschichtsunterricht.
Da gab es eher das Mittelalter.
Der 2. Weltkrieg wurde auch nie Thematisiert. (Ein schelm der böses denkt)
Naja bei mir war der Kalte Krieg halt noch nicht lange vorbei.
Die beiden Konflikte sind halt anders.
Russland droht mit dem Atomwaffen, um eine echte Unterstützung des Westen zu verhindern oder zu reduzieren.
Ohne diese Waffen, hätte Russland vermutlich bereits dem echten Krieg mit der Nato am Hals oder zumindst mit den USA.
Durch diese Konstruktion kann Russland nur konventionell auf fremden Territorium geschlagen werden.
Für die USA ist dieser Konflikt doch ein echtes geschenk.
1. Sie verstärken wieder ihre Wirtschaftliche Macht in Europa.
2. Sie festigen die Verbundenheit der Nato und verstärken sie sogar.
3. Russland powert sich Wirtschaftlich und Militärisch aus.
4. Je länger der Konflikt dauert und je mehr Risse Putins Bild in der Öffentlichkeit bekommt und je angeschlagener das Militär ist, desto wahrscheinlicher sind neue Abspaltungen.
4a) Wenn rauskommt, dass Putin dem Krieg begonnen hat, dass die Propaganda eine Lüge auftischt, das vermutlich fast 100.000 Russen in einen lupenreinen angriffskrieg gefallen sind, dass die mobilisierten Streitkräfte offenbar nur ein Tankrusch sind (,Kanonenfutter) bzw gar nicht ausgerüstet sind und so vermutlich in massen sterben.
Wenn das alles rauskommt, dann dürfte dass Russland nachhaltig schädigen.
Eventuell kommt zu ein weiteren Abspaltungsprozess.
Die USA werden bestimmt versuchen, dem Schaden für Russen möglichst groß zu halten, aber dem Konflikt nicht schnell enden zulassen.
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06.01.2023, 15:07 #1116HardAndSoft
Der Ukraine-Konflikt 2022
Kurzer Realitätscheck: Was wurde eigentlich aus den düsteren Untergangsszenarien angesichts der Energieknappheit? Müssen die Deutschen diesen Winter im Dunkeln sitzen und frieren?
Was macht der Strom?
- Ist am Spotmarkt so billig wie selten. Die Energiekonzerne haben uns trotzdem völlig überteuerte Rechnungen ausgestellt und verdienen sich momentan dumm und dämlich.
Wie gehts dem Gas?
Wir schwimmen förmlich im Gas. Die Speicher sind so voll, dass wir de facto sogar Gas weiter verkaufen. Die Energiekonzerne haben uns trotzdrm völlig überteuerte Rechnungen ausgestellt und verdienen sich momentan dumm und dämlich.
Eine Übergewinnsteuer könnte jetzt die Abzocke der privaten Endkunden deutlich mildern und zur Eindämmung der Inflation eingesetzt werden. Aber wir haben ja eine Regierungspartei in der Koalition, die sich quer stellt...
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06.01.2023, 15:36 #1117swagni
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06.01.2023, 16:04 #1118HardAndSoft
Der Ukraine-Konflikt 2022
Ist es denn deswegen OK, derart überhöhte Preise zu nehmen? Oder wird hier nicht gerade eines der fundamentalen Prinzipien der Marktwirtschaft verletzt: Überangebot führt zu niedrigeren Preisen?
Kann es etwa sein, dass wir in dem Bereich keinen funktionierenden Markt haben, sondern ein Kartell?
Außerdem war das gerade nicht so unerwartet. Ich finde den Artikel gerade nicht, habe aber vor wenigen Tagen gelesen, dass die Einspeisekapazität der LNG-Terminals um 50% zu niedrig angesetzt wurde. Es war also seit geraumer Zeit keine Gaskrise mehr zu erwarten.
EDIT: Da isser doch.
https://twitter.com/MKreutzfeldt/sta...49273073967107
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06.01.2023, 16:23 #1119swagni
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06.01.2023, 20:02 #1120Blizzard_Black
Der Ukraine-Konflikt 2022
Welche derart überhöhten Preise denn? Man darf nicht vergessen, dass sowohl beim Gas als auch beim Strom jeweils Umsatzsteuer, Netzentgelte und andere Steuern draufkommen. Des Weiteren kommt es auch drauf an, welchen Stromanbieter (und sicherlich auch Gasanbieter...) man als Kunde gewählt hat. Mein Stromanbieter hat weder in 2022, noch bisher in 2023 den Strompreis erhöht, oder eine Erhöhung angekündigt. Weder bei mir im Betrieb, noch beim vermieteten Haus. Wer sich immer nur kurzfristig am Sportmarkt eingedeckt hat - ja mei. Der !aktuelle! Gaspreis (also der wegen des milden Winterwetters in Europa aktuell...) an der Börse liegt bei knapp über 7ct, Netzentgelte Gas bei 1-1,5ct, etwas über 0,5ct CO2-Steuer beim Gas - sind netto also 9ct die kwh. Da kommt dann noch Umsatzsteuer drauf und die anfallenden Kosten beim Unternehmen, Personal will ja beispielsweise auch mit Geld am Monatsende heimgehen - dass da frühere 6ct/7ct Endverbraucherpreis heute nicht mehr darstellbar sind, ist offensichtlich.
Obendrein waren die Börsenpreise beim Strom sehr wohl deutlich höher. Nur weil jetzt über Neujahr mal Wind weht, wo tendenziell weniger Strom gebraucht wird in ganz Europa, und die Börsenstrompreise daher niedrig sind, bedeutet das nicht, dass das im gesamten Dezember so war. Da lagen die Börsenstrompreise die meiste Zeit bei >30ct, nicht selten auch >50ct pro kwh, in Großbritannien an einem Montag mal bei, meine ich, 1,90 Euro pro kwh - die hatten also richtig Probleme im Dezember mal. In Deutschland waren schon manche Kraftwerke wegen Kohlemangel außer Betrieb.
Es war also seit geraumer Zeit keine Gaskrise mehr zu erwarten.
Belgien war vor Weihnachten beim Gasspeicher-Füllstand schon unter 80%, die Niederlande sind nach wie vor noch bei um die 77% und konnten sich aufgrund des aktuellen Minderverbrauchs auf diesem Niveau stabilisieren. Die Niederlande, Belgien und Norwegen sind aktuell unsere Hauptbezugsquellen für Gas und mussten vor Weihnachten schon einige Tage um die 2% Speicherfüllstand pro Tag ausspeichern - man kann sich ja mal selbst überlegen, ob die die hohen Lieferungen an uns auch aufrecht erhalten werden, wenn die nicht um die Runden kommen. Insofern Glück gehabt - Da der Winter Deutschland und Europa auch weiterhin verschonen wird bis weit in den Januar hinein, haben wir möglicherweise tatsächlich den Dusel, mit einem blauen Auge davon zu kommen. Trotzdem wird es sicher nicht den ganzen Winter so warm bleiben, kaltes Wetter kann bis weit in den März hinein noch vorkommen, in der 15. Minute ein 1:0 zu schießen ist noch lange kein Sieg.
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